Berghem vice
Akupunktur

DR. MED. STEFAN BERGHEM

Die Akupunktur ist eine sehr alte chinesische  Behandlungsmethode. Schriftliche  Berichte stammen aus dem 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung.  Inzwischen belegen allerdings Grabungsfunde, dass diese Methode  mindestens 4000 Jahre alt ist. Früher wurde mit  Bambussplittern und Steinnadeln  akupunktiert. In dieser langen Zeit wurden wesentlich mehr Menschen mit  dieser Methode behandelt als mit allen schulmedizinischen Medikamenten  der Neuzeit. Die Akupunktur ist eine  Erfahrungsmedizin, die durch  Beobachtung, Versuch und Irrtum entstand. In der langen Zeit haben sich  allein durch die häufige Anwendung und die gezielte Beobachtung die  wirksamsten Vorgehensweisen herausgebildet.

 

Der gedankliche Ansatz, der hinter der Akupunktur  steht, ist mit unserer westlichen  Denkweise nur schwer zu begreifen. Vereinfachend geht die chinesische  Vorstellung davon aus, dass kein Leben ohne eine bestimmte Lebensenergie möglich ist (das bezieht sich auch auf  Pflanzen und Tiere). Diese Lebensenergie ist angeboren und "durchflutet" in regelmässigen Abständen unseren  Körper und "lädt ihn dadurch neu auf". Alle Krankheiten und  Beeinträchtigungen sind mit  einer Störung dieses Energieflusses  verbunden und können oft durch eine Normalisierung deutlich gebessert  oder geheilt werden. Diese Lebensenergie durchläuft unseren Körper an  bestimmten Bahnen, den sogenannten  Meridianen. Auf diesen Meridianen liegen die Akupunkturpunkte, das sind die Stellen, an denen der Energiefluss am besten wieder in Schwung gebracht werden kann. Organbezogene  Beschwerden werden oft auch durch  Akupunktur an dem Meridian, der über  diesem Organ verläuft, behandelt. Es gibt aber für die meisten  Akupunkturpunkte auch eine weitergehende Bedeutung - das macht diese  Methode so schwierig. Durch die Akupunktur mit  der Nadel werden die Akupunkturpunkte  stimuliert - die Energie kann wieder besser fliessen.

 

Wie erlebt man als Patient die Akupunktur ?

Man wird mit mehreren Nadeln, teils an der gleichen  Stelle auf beiden Seiten des Körpers,  "genadelt". Dafür verwendet man selbstverständlich sterile  Einmalnadeln, eine Infektionsgefahr besteht also nicht. Diese Nadeln  sind sehr viel dünner als eine  Nadel zum Blutabnehmen oder als eine  dünne Nähnadeln, nämlich 0,2 und 0,3 mm dünn. Die zumeist benutzten  Nadeln sind an der Oberfläche geglättet und poliert, damit sie die Haut  leicht durchstossen. Der Einstich ist  nicht eigentlich schmerzhaft, jedoch  nicht immer angenehm. An manchen Stellen des Körpers spürt man, wenn die Nadel richtig "sitzt", einen dumpfen, brennenden Schmerz, der oft nach  oben oder unten  ausstrahlt. Das kann etwas unangenehm  sein, ist aber ein sehr gutes Zeichen. Nachdem die Nadeln stecken,  bleiben sie 15 - 20 Minuten in der Haut. Manchmal ist es sehr  schmerzhaft, wenn man die Nadel vor der Zeit zu  entfernen versucht, sie muss lange genug liegen, damit sie problemlos entfernt werden kann.

In dieser Zeit sollte man sich nur wenig bewegen -  das könnte schmerzhaft sein. Vielmehr  sollte man sich in dieser Zeit entspannen, an Angenehmes denken - nicht  an Hektik oder Stress. Solche Akupunktursitzungen finden unterschiedlich häufig statt - von 1 mal pro  Woche bis täglich.

 

Was können Sie von der Akupunktur erwarten ?

Man kann nicht alle Beschwerden erfolgreich mit  Akupunktur behandeln. Ob für Sie eine  Behandlung mit Akupunktur sinnvoll und erfolgversprechend ist, kann  Ihnen ein erfahrener Akupunkteur mitteilen.

 

Kontraindikationen, Gegenanzeigen

Es gibt wenige Situationen, in denen nicht, oder  nur begrenzt akupunktiert werden darf.  Diese Gegenanzeigen kennt ihr Arzt. Stellen sie bitte sicher, dass Ihr  Arzt deswegen alle Ihre Krankheiten kennt. Besonders wichtig sind  Tumorerkrankungen, Erkrankungen mit  Blutungsneigung, psychiatrische  Erkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems und manche  Infektionskrankheiten.

 

Nebenwirkungen, Risiken

Häufiger treten winzige Blutungen auf, diese hören  aber rasch wieder auf. Sehr selten  werden winzige Hautnerven getroffen, was sehr schmerzhaft sein kann. Im  extrem seltenen Fall kann es in einem kleinen Bereich um die  Akupunkturstelle zu einer anhaltenden  Gefühlsstörung kommen, die meist nach  längerer Zeit wieder verschwindet. Sehr selten können durch die Nadel  einzelne Bakterien der normalen Hautflora mit in die Tiefe genommen, was zu einer kleinen Hauteiterung  führen könnte.

 

Allgemeines

Die Akupunktur ist inzwischen von vielen  Schulmedizinern als schwach wirksames  Behandlungsverfahren anerkannt. Im Regelfall ist die Wirkung einer  einzigen Akupunktursitzung schwächer als die einer Schmerztablette oder  die eines Medikamentes gegen  Allergien. Allerdings können diese  Medikamente auch nicht - anders als die Akupunktur - Beschwerden  langfristig bessern.

Die Akupunktur stellt keine Regelleistung der  Krankenkassen dar und wird Üblicherweise auch nicht bezuschusst. Zur Zeit dürfen die Krankenkassen auch diese  Behandlung nur innerhalb weniger besonderer Krankheitsbilder bezahlen.

 

Laserakupunktur

Insbesondere dann, wenn der Patient vor Nadeln  Angst hat oder zu schmerzhafte Punkte  akupunktiert werden müssten, setzt man statt der traditionellen  Nadelakupunktur die Behandlung mit einem speziellen Therapielaser ein.  Hierbei stimuliert ein meist unsichtbarer  Laserstrahl die in der Tiefe der Haut  liegenden Akupunkturpunkte. Diese Behandlung ist völlig schmerzlos und  nebenwirkungsfrei, allerdings nicht ganz so wirksam wie die Behandlung  mit Nadeln. Die Folge ist, dass  diese Behandlung häufiger als die  Nadelakupunktur durchgeführt werden muss.

 

Akupressur

Die Stimulation von Akupunkturpunkten mit Fingerdruck nennt man Akupressur. Diese  Behandlung kann man als Betroffener  selber durchführen, wenn man von einem Fachmann die richtigen Punkte und die korrekte Stimulationstechnik gezeigt bekommt.

Ein Beispiel: bei Kopfschmerzen im Stirn- oder Schläfenbereich kann es sehr hilfreich  sein, den folgenden Punkt mit starkem  Fingerdruck in kreisenden Bewegungen zu massieren. Den Punkt findet man, indem man vom äusseren Augenwinkel mit dem Finger  nach aussen geht, bis man seitlich der  Knochenwulst, die die Augenhöhle begrenzt, eine Vertiefung im Gesicht  spürt. Dort bewegt man unter Druck die Fingerspitze hin und her,  bis man den Punkt gefunden hat, der am  meisten schmerzt. Dort massiert man mit sanftem - leicht schmerzendem -  Druck etwa 20 Sekunden.

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das gibt es in meiner Praxis auch

 

z. Zt. kein Angebot bei mir, aber empfehlenswert

 

keine Empfehlung durch mich

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